Wasserstoff- netzplanung
Wie entwickelt sich das Wasserstoffnetz?
Deutschland soll bis 2045 klimaneutral werden und Wasserstoff spielt dabei eine zentrale Rolle. Entsprechend wird der Aufbau einer leistungsfähigen Wasserstoffinfrastruktur geplant und schrittweise umgesetzt. Erste Grundlagen dafür wurden in den Netzentwicklungsplänen Gas 2020–2030 und 2022–2032 gelegt. Auf dieser Basis entstand das Konzept eines bundesweiten Wasserstoff-Kernnetzes, das am 22. Oktober 2024 von der Bundesnetzagentur genehmigt wurde.
Netzentwicklungsplan Gas und Wasserstoff
Seit 2024 gilt eine integrierte Netzentwicklungsplanung für Gas und Wasserstoff. Das bedeutet, dass Gas- und Wasserstoffnetze gemeinsam und im Einklang mit den Stromnetzplanungen entwickelt werden. Verantwortlich hierfür ist die Koordinierungsstelle Netzentwicklungsplanung Gas/Wasserstoff (KO.NEP), die alle zwei Jahre einen Szenariorahmen erstellt und darauf aufbauend den Netzentwicklungsplan Gas & Wasserstoff (NEP) koordiniert.
Aktuell läuft der NEP 2025 für die Zieljahre 2037/2045 (Entwurfsphase), nachdem der Szenariorahmen 2025 im April 2025 genehmigt wurde. Künftig wird dieser Planungsprozess regelmäßig wiederholt und an den tatsächlichen Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft angepasst
Netzausbaumaßnahmen Wasserstoffvariante 2032
Potenziale von Ostdeutschland als Wasserstoffregion sind sichtbar
Ostdeutschland verfügt über sehr gute Voraussetzungen für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Hohe Potenziale erneuerbarer Energien treffen hier auf bestehende Industrie‑ und Chemiestandorte, große Speicherpotenziale sowie eine leistungsfähige Gas‑Fernleitungsinfrastruktur.
Die Karte des genehmigten Wasserstoff‑Kernnetzes 2032 zeigt, dass zentrale Erzeugungs‑ und Importregionen im Nordosten mit industriellen Verbrauchsschwerpunkten in Mitteldeutschland und den Ballungsräumen verbunden werden. Insbesondere die Anbindung der Küstenregionen an das mitteldeutsche Chemiedreieck sowie an den Raum Berlin verdeutlicht die Rolle Ostdeutschlands als Schlüsselregion für den Aufbau einer integrierten Wasserstoffwirtschaft und den Anschluss an das nationale und europäische Wasserstoffnetz.